Inspiration
Verlierst du manchmal den Überblick in der Informationsflut der sozialen Medien? Wie geht es dann erst den Menschen, die nicht so erfahren mit dem Internet sind, wie z.b. deine Eltern oder Großeltern? Hast du schon mal eine wichtige Information online geteilt und sie hat sich nicht so gut verbreitet, wie du es erhofft hattest? Gleichzeitig wunderst du dich, wie sich bestimmte Fake-News überhaupt so stark verbreiten konnten?
Du bist nicht allein. Das sind Probleme, die in der Natur unserer aktuellen Sozialen Medien liegen. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie man diesen Zustand verbessern kann.
Die derzeit am häufigsten genutzten Kanäle zur Verbreitung von Informationen sind soziale Medien oder Messenger. Beide sind mit verschiedenen Problemen verbunden, die es oft schwierig machen, wichtige und hoch-qualitative Informationen zu verbreiten.
Probleme mit Soziale Medien:
- Damit sich Informationen verbreiten können, müssen sie in kurzer Zeit eine kritische Masse von z.B. Likes/Retweets erreichen, sonst werden sie durch andere Informationen verdrängt.
- Nicht jede Information ist für jede Person relevant. In den sozialen Medien werden Informationen jedoch in der Regel nicht an bestimmte Personen, sondern an alle weitergegeben. Dies führt zu einer Informationsüberlastung einzelner Personen. Intransparente Algorithmen entscheiden nun, was einzelne Personen zu sehen bekommen.
- Informationen bleiben nur für eine begrenzte Zeit verbreitet und werden dann durch neuere Informationen verdrängt.
- Wichtige Informationen für Minderheiten verbreiten sich schlecht, weil sie durch neuere Informationen verdrängt werden.
- Fake News können sich leicht verbreiten
Probleme mit Messengern:
- Die Verteilung von Informationen durch Messenger richtet sich an relevante Einzelpersonen oder Gruppen. Daher ist das Informationsvolumen kleiner und relevanter als bei Social Media und steht kaum in Konkurrenz zueinander. Leider werden Informationen in diesem Kanal jedoch schnell von der Kommunikation verdrängt und werden im Chat-Verlauf vergessen.
Wast ist Listo?
Eine App mit dem Ziel, Informationen besser und zielgerichteter zu verbreiten als soziale Medien.
Jeder Nutzer hat eine Liste von Artikeln, die er noch konsumieren möchte. Deine Liste kann von dir selbst gefüllt werden. Dies können Links, Videos, Bücher, Filme oder einfacher Text sein. Du kannst Artikel an andere Benutzer senden, d.h. du kannst Artikel zu deren Liste hinzufügen. Konsumierte Artikel können archiviert werden. Deine Liste bleibt so lange erhalten, bis du die Elemente abarbeitest oder löschst. Information ist nicht einfach plötzlich weg, nur weil du jetzt gerade keine Zeit hattest. Empfängst du von mehreren Leuten den gleichen Artikel, wird er nur einmal angezeigt.
Die App hat ausdrücklich keine Follower oder Likes und erlaubt es nicht, Artikel an eine große Anzahl von Personen auf einmal zu senden.
Diese Kernfunktionen und Einschränkungen ermöglichen es, Informationen zu verbreiten und gleichzeitig die oben genannten Probleme zu vermeiden. Das Konzept ist sehr einfach, hat aber wichtige systemische Auswirkungen.
Informationen können sich immer noch exponentiell verbreiten, wie in sozialen Netzwerken. Dies geschieht, wenn Benutzer empfangene Elemente an mehr als einen anderen Benutzer weiterleiten, und so weiter. Auf diese Weise fließen die Informationen dezentral und sind nicht auf eine zentrale Feedback-Schleife mit Likes angewiesen, um populär zu werden. Die Informationen konkurrieren in einem solchen System einfach nicht miteinander.
Informationen müssen über viele Menschen fließen, um sich zu verbreiten. Jede Person fungiert als Filter für die nächsten Empfänger. Dadurch wird vermieden, dass sich Fake News verbreiten und weniger erfahrene Internetnutzer erreichen. Wie junge Leute, die nur relevante Artikel an ihre Eltern und Großeltern schicken.
Wie ist das besser als das Versenden von Artikeln über WhatsApp? Über WhatsApp gesendete Artikel können im Chat-Verlauf verloren gehen. Der Filter "Medien, Links und Dokumente" verbirgt zwar die Kommunikation, aber nicht bereits konsumierte Artikel. Daher kann ein wichtiger Artikel, den du später lesen wolltest, zwischen vielen Videos, die du dir sofort angesehen hast, immer noch vergessen werden.
Die oben genannten Probleme von Social Media / Boten werden wie folgt behandelt:
- Informationen benötigen keine kritische Masse oder hohe Popularität, um sich zu verbreiten.
- Die App selbst benötigt keine kritische Masse an Nutzern, um zu funktionieren. Bereits 2 Personen, die sich gegenseitig Informationen schicken, können davon profitieren.
- Es fließen weniger, aber mehr relevante Informationen an die entsprechenden Nutzer. Denn die Informationen und die Empfänger werden vom Absender explizit ausgewählt.
- Informationen veralten nicht, sie bleiben in der persönlichen Liste, bis sie vom Benutzer konsumiert oder gelöscht werden. Dies funktioniert ähnlich wie bei Read-it-later-Systemen, z.B. der App Pocket. Es erlaubt sogar, dass sich Informationen, die lange brauchen, um konsumiert zu werden (wie Bücher), langsam aber stetig ausbreiten.
- Wichtige Informationen für Minderheiten können sich ungehindert verbreiten, auch wenn sie nicht so populär sind.
- Informationen werden nicht durch Kommunikation verdrängt (Chat-Verlauf).
- Fake News haben es schwer, sich exponentiell zu verbreiten, weil sie so viele Menschen passieren müssen und schnell herausgefiltert werden.
Wie wir es gebaut haben
Wir haben die App mit Flutter und Firebase entwickelt, um Benutzer mit Android und iOS gleichzeitig zu erreichen. Benutzer registrieren sich mit ihrer Telefonnummer. Auf diese Weise können die Benutzer Dinge direkt an Personen in ihrem Telefonadressbuch senden, auch wenn diese bisher noch keinen Account haben.
Hürden
Die größte Herausforderung besteht darin, zu erklären, warum es funktioniert. Es ist ziemlich unintuitiv, dass ein so einfaches System eine so große Wirkung haben kann.
Was kommt als nächstes für Listo
Bessere User-Experience und Design.
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